Krankheitsvorsorge & Gesundheitsfürsorge
Myositis
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Myositis ist eine Bindegewebe- und Autoimmunkrankheit. Das Immunsystem eines Patienten mit Myositis ist stets aktiv. Das Körpereigene Immunsystem produziert Antikörper genannte Proteine, welche die Körper vor Bakterien, Viren und anderen fremden Substanzen (Antigene) schützen sollen. Bei einer Autoimmunkrankheit wie Myositis, verliert das Immunsystem die Fähigkeit, den Unterschied zwischen fremden Substanzen und seinen eigenen Zellen und Geweben zu erkennen. Das Immunsystem produziert dann Auto-Antikörper, welche gegen sich selbst gerichtet sind. Diese Auto-Antikörper sammeln sich in den Geweben und können Entzündungen, Muskelschäden und Schmerzen verursachen. Arten der Myositis Dermatomyositis Die Muskelschwäche entwickelt sich für gewöhnlich über einen Zeitraum von einigen Wochen, kann sich aber auch erst nach Monaten oder bereits nach wenigen Tagen entwickeln. Die Schwäche wirkt sich anfänglich auf solche Muskeln aus, welche am nächsten am oder im Rumpf des Körpers liegen, einschließlich Hals, Hüfte, Rumpf, und Schultermuskeln. Schwierigkeiten beim Schlucken haben mindesten ein Drittel der DM-Patienten. Wobei weniger als 25% der Erwachsenen über Muskelschmerzen berichten, aber mehr als 50% der Kinder mit DM über Muskelschmerzen und Schwäche klagen. Dermatomyositis kann in jedem Alter auftreten, von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter und tritt öfter bei Frauen als bei Männern auf. Hochdosiertes Predisnon (ein Immunsuppresiva) ist ein wirkungsvolles Behandlungsmittel für viele Patienten. Andere Immunsuppresiva, wie Azathioprin und Methotrexat, werden oft benutzt. Leider haben diese Medikamente ungünstige Nebenwirkungen, insbesondere nach langer Einnahmedauer. Die zusätzliche Gabe von intravenösen Immunglobulinen (IVIG) hat ebenfalls gute Ergebnisse gezeigt. Polymyositis Hochdosiertes Predisnon (ein Immunsuppresiva) ist ein wirkungsvolles
Behandlungsmittel für viele Patienten. Andere Immunsuppresiva,
wie Azathioprin und Methotrexat, werden auch verschrieben. Leider haben
diese Medikamente ungünstige Nebenwirkungen, insbesondere nach
langer Einnahmedauer. Die zusätzliche Gabe von intravenösen
Immunglobulinen (IVIG) kann ebenfalls Wirkung zeigen. Inclusion Body Myositis Das eintreten der Muskelschwäche bei der IBM beginnt für gewöhnlich sehr allmählich, findet über Monate oder Jahre statt. Es unterscheidet sich dadurch von der PM das Beides, die proximalen und distalen Muskeln, betroffen sind. Typische Untersuchungen zeigen eine Schwäche in den Handgelenk- und Fingermuskeln auf. Schwund an den Unterarmen ist charakteristisch. In den Beinen gibt es häufig einen Schwund des Oberschenkelmuskels mit unterschiedlichen Graden der Schwäche in anderen Muskeln. Bei der Hälfte der Patienten mit IBM treten Schluckbeschwerden auf. Eine Schwäche der Gesichtsmuskeln kommt bei den wenigsten der Patienten vor. Häufiges Hinfallen ist das Erste erkennbare Symptom der IBM. Zusätzliche Symptome sind wachsende Schwierigkeiten bei Tätigkeiten wie vom Stuhl aufstehen, Treppen steigen, Gegenstände heben, oder Haare bürsten. Feine motorische Bewegungen wie Hemden zuknöpfen, nähen oder schreiben können beeinträchtigt sein. IBM-Symptome beginnen für gewöhnlich nach dem 50-sten Lebensjahr, obwohl keine Altersgruppe völlig ausgeschlossen werden kann. IBM tritt häufiger bei Männern als bei Frauen auf. Bei einem von zehn Fällen kann IBM erblich veranlagt sein. Unglücklicherweise gibt es bis jetzt keine bekannte Behandlungsart
für Menschen mit IBM. Intravenöse Immunglobuline (IVIG) zeigte
einige Resultate für eine geringe nützliche Wirkung in einer
kleinen Anzahl von Fällen. Neue Medikamente und andere Wege sind
in der Erforschung. Eine Therapie kann hilfreich sein die Mobilität
und Flexibilität aufrechtzuerhalten. Ursachen Symptome Diagnosekennzeichen Hautausschläge Heliotroper Hautausschlag (roter/lila Ausschlag für gewöhnlich am Brustkorb, Gesicht, Augenlider und Hände) Gottron-Zeichen (roter/lila Ausschlag an Finger und Zehengelenken oder knochen) Manchmal roter/lila Ausschlag über Ellbogen und Knie Schwäche der körpernahen Muskeln (Schulter und/oder Hüften) Muskelschmerz Erhöhte Werte an CK (Kreatinkinase) oder ALD (Aldolase) im Serum Ungewöhnliches EMG (Elektromyographie) Nachweis von Anti-Jo-1 Antikörpern Nicht zerstörerische Arthritis oder Arthralgie Entzündungsanzeichen (Fieber, erhöhter CRP-Wert im Serum) Muskelbiopsie, dessen pathologischer Befund mit der entzündlichen Myopathie übereinstimmt Für eine kleine Zahl von Patienten mit Myositis kann die Myositis bösartig werden. Darum sollten regelmäßig Untersuchungen in Hinsicht auf Tumoren durchgeführt werden. Myositis wird häufig fehldiagnostiziert als Muskeldystrophie, ALS, Ekzeme usw. Überlappende Syndrome werden auch unter den Myositispatienten gefunden, wie z.B. Sklerodermie, Raynauds-Syndrom, Arthritis, Sjögren-Syndrom, usw. Behandlung Die Inclusion Body Myositis reagiert für gewöhnlich nicht bei konventionellen Behandlungsmethoden. Jedoch haben neuere Studien mit Gamma Globulin bei IBM-Patienten einige günstige Ergebnisse gezeigt.
Obwohl einige Leute mit Myositis immer wiederkehrende Schübe erleiden und sehr oft im Krankenhaus liegen, benötigen die meisten Leute mit Myositis selten einen stationären Aufenthalt. Es gibt viele Myositispatienten, welche nie im Krankenhaus waren, insbesondere, wenn sie vorsichtig sind und den Anweisungen des Arztes folgen. Übungen während der Krankheit Erhöhung der Kraft, der Bewegungsreichweite und der Ausdauer Verminderung der Muskelschmerzen Schützen der Gelenke Besserung der Beweglichkeit Besserung der Aktivitäten des täglichen Lebens Besserung der Fähigkeit zu schlucken Den Patienten lehren, mit seinen Kräften hauszuhalten Bestimmung evtl. benötigter Hilfsmittel für den Patienten (Stützen, Rollstuhl etc.) Beurteilen der beruflichen Lage des Patienten Wärme und Massagen können helfen bei entzündeten, schmerzenden, festen und gelähmten Muskeln. Ein schwenkbarer Tisch kann das Herz-Kreislaufsystem wieder an eine aufrechte Haltung anpassen und helfen das Gleichgewicht zu finden, während sich die geschwächten Muskeln von der langen Bettruhe erholen. Übungen sind ein wichtiger Teil einer jeden Rehabilitation und werden nachher erklärt. Medizinische Hilfsgeräte machen oft einen großen Teil der Rehabilitaton aus und gehören zum Leben mit der Krankheit. Diese Geräte können die Mobilität der Patienten steigern, die Sicherheit erhöhen und helfen Kräfte zu sparen. Letztendlich sollten bei jedem Programm ein Arzt und qualifizierte Therapeuten beteiligt sein, welche den Patienten durch die Rehabilitation begleiten und ihn überwachen. Übungen machen oft einen sehr großen Teil bei der Wiederherstellung von der Myositis aus und können Stretching, Übungen zur Bewegungsfähigkeit und Ausdauer beinhalten. Die Art und Anzahl der Übungen liegen oft in einer grauen Zone und sind abhängig von Art, Stadium und Schwere der Krankheit. Der folgende Abschnitt zeigt die verschiedenen Übungen, welche während der verschiedenen Krankheitsstadien durchgeführt werden können.
Akutes Stadium: Das akute Stadium tritt für gewöhnlich auf, nachdem ein Patient mit schwerer Myositis in ein Krankenhaus aufgenommen wurde. Ein Patient profitiert gewöhnlich vom Stretching und passiven Übungen zur Bewegungsreichweite. Stretching wird die Beweglichkeit der Gelenke erhöhen oder aufrechterhalten. Passive Übungen geschehen dadurch, daß eine weitere Person, die Gelenke des Patienten durchbewegt. Wärmeanwendungen oder Massagen vor den Übungen oder Übungen in einem Bad unterstützen den Patienten bei der Durchführung. Frühes Erholungsstadium: Im frühen Erholungsstadium hat der Patient in dem Maße auf die Medimentikation reagiert, daß die Muskelentzündungen abklingen und die Muskelfunktion sich verbessert. Hier profitiert der Patient, zusätzlich zu den Übungen aus dem akuten Stadium, oft von isometrischen Übungen (das sind Übungen zur Muskelstärkung ohne Bewegungsvorgang), aktiven Übungen zur Bewegungsreichweite und Aufbau von Muskeln. Angst vor weiteren, durch Entzündung geschädigte Muskeln, hat in der Vergangenheit die Ärzte und Therapeuten sehr oft davon abgehalten, stärkende Übungen welche über das Stretching und die passiven Übungen hinausgehen, zu verschreiben. In letzter Zeit jedoch, wenn sich die Krankheitslage eines Patient stabilisiert hat, können isometrische Übungen ohne Gefahr ausgeführt werden. Isometrische Übungen bedeuten das Anspannen von Muskeln gegen einen unbeweglichen Gegenstand. Eine typische Übung beinhaltet eine Reihe von drei bis fünf Muskelanspannungen, welche für sechs Sekunden gehalten werden und einer Pause von zwanzig Sekungen zwischen den Anspannungen. Pausen sind immer wichtig während des Übens. Diese Übungen sollten dreimal die Woche ausgeführt werden. Neben den isometrischen Übungen dürfen auch aktive Übungen zur Bewegungsreichweite von Nutzen sein. Die Neubildung von Muskeln ist die letzte neue Übung, welche zu den vorherigen hinzukam. Es bedeutet das Trainieren des Muskels und seiner Funktion. Es kann mittels Biofeedback mit einem Computer geschehen, oder einfach in einem Schwimmbad. Nochmals, ein Bad ist wirklich ein sehr guter Ort um die Übungen durchzuführen. Spätes Erholungsstadium: Im späten Erholungsstadium erfährt der Patient ein weiteres Abklingen der Muskelentzündung und eine Erhöhung seiner Muskelkraft. Im Normalfall ist der CK-Wert auf einen fast normalen Wert gesunken und die Krankheitslage ist seit einigen Monaten stabil. Es ist wichtig, die Rehabilitation in diesem Stadium beizuhalten. Die vorher genannten, und isometrische Übungen können zu jeder Zeit durchgeführt werden, wobei möglichst dreimal in der Woche in einem Bad isotonische Übungen ausgeführt werden sollten. Die Therapie im Bad setzt warmes Wasser voraus, welches die Muskeln und die Gelenke entspannt. Außerdem wird im Bad das Schweregefühl verringert, was eine größere Sicherheit bei den Übungen gibt. Isotonische Übungen bedeuten das vollständige Durchbewegen der Gelenke, währenddessen ein halbkiloschweres Gewicht getragen wird. Das Gewicht sollte nur bis zur Muskelermüdung benutzt werden. Bei fortschreitender Gesundung können die Übungen wiederholt und die Gewichte größer werden. Bei dieser Art der Übung sollte es vermieden werden, die Muskeln und Gelenke übermäßig zu strapazieren. Chronisch aktives Stadium: Im chronisch aktivem Stadium der Krankheit ist die Muskelentzündung nur schwach aber unaufhörlich aktiv und die Muskeln wurden durch isometrische und isotonische Übungen gestärkt und aufgebaut. An diesem Punkt im Programm können einige leichte gymnastische Übungen gemacht werden. Der Patient sollte die Übungen sehr vorsichtig durchführen und sehr langsam steigern und dabei sehr oft den Arzt aufsuchen, um sicherzugehen, daß kein neuer Schub auftritt. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß jedes Rehabilitationsprogramm für Myositis möglichst früh beginnen sollte, was die Erfassung der Krankheitsgeschichte sowie des körperlichen Zustands einschließt. Das Trainingsprogramm hängt ab von der Art, dem Stadium und der Schwere der Krankheit. Hilfsgeräte können oft das Leben erleichtern, Sicherheit geben und helfen die Kräfte zu bewahren. Jedes Programm sollte definitiv von mindestens einem Arzt und einem Therapeuten begleitet werden. Ernährung und Diät |