Hauptguppe Nährstoffbedarf
Untergruppe Proteinbedarf
Der Proteinbedarf richtet sich nach dem sehr unterschiedlichen Gehalt an essentiellen Aminosäuren im Futtereiweiß und der davon abhängigen biologischen Wertigkeit. Schon wegen des hohen Preises wird Eiweiß in der Fütterung mehr zur Aufrechterhaltung des Stickstoffgleichgewichtes als zur Deckung des Energiebedarfs eingesetzt. Am besten verdaut und resorbiert der Hund rohes Fleisch, Fisch, Fleisch- und Fischmehle, Tierkörpermehle, Hühnerei und Quark. Der Hund ist auch in der Lage, seinen Eiweißbedarf aus pflanzlichen Futtermitteln zu decken (Sojaschot, Hefe), trotzdem sollten mindestens 5% des Gesamteiweißbedarfs durch tierisches Eiweiß abgedeckt werden.
Das Nährstoffverhältnis, d.h. das Verhältnis von verdaulichem Rohprotein zu Fetten und Kohlenhydraten soll beim Erhaltungsfutter 1 : 4, bei Leistungsfütterung bis 1 : 6 betragen.
Die für den normalen Stoffwechsel notwendigen Nährstoffe sind in verschiedenen Nährstoffträgern enthalten und in unterschiedlichem Ausmaß verwertbar. Sehr gute Proteinquellen für den Hund sind Fleisch, Fisch, Fleisch-, Fisch- sowie Tierkörpermehle, Sojabohnenmehl und Futterhefe. Der Fleischanteil sollte für den erwachsenen Hund 15 - 25 % der Gesamtration betragen.
Das Verhältnis Fleisch zu pflanzlichen Bestandteilen kann im Futter
für wachsende Welpen 1 : 2
für in Leistung stehende Hunde 1 : 1 bis 2 : 1
für trächtige Hündinnen sogar 3 : 1 betragen.
Sonstige Quellen für tierisches Eiweiß sind in Milch, Quark und Käse verfügbar.
|
|