Wissenswertes zur Ernährung Ihres Dobermanns
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EINLEITUNG -
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Die Ernährung von Hund und Katze beschäftigt die Tierbesitzer in einem Ausmaß, wie das von wenigen Jahrzehnten, geschweige Jahrhunderten überhaupt nicht vorstellbar war. Seit seiner Domestikation vor mehr als 10000 Jahren wurde der Hund vom Menschen ernährt. Bei der Nahrung des Hundes handelte es sich vorwiegend um Abfälle und Reste der menschlichen Ernährung. Inzwischen hat sich der Stellenwert der Heimtiere bei ihren Besitzern gewaltig verändert. Von der kargen Ernährung vergangener Jahrhunderte ist der Mensch genauso weit entfernt wie sein Hund. Eine nicht zu unterschätzbare Rolle spielt dabei eine zunehmende Informationsflut von Zeitschriften, Werbebroschüren, Werbespots im Fernsehen über die richtige Ernährung unserer Lieblinge. Futtermittelhersteller, Futtermittelhändler und Zoohändler halten die neusten Tips parat, was für unseren Hund das Richtige und was das Beste ist. Das Angebot an Allein- und Zusatzfuttermitteln ist kaum noch überschaubar. Vor allem Anbieter von Ergänzungsfuttermitteln scheuen manches Mal nicht davor zurück, mündlich oder sogar schriftlich gegen das Verbot der gesundheitsbezogenen Werbung, das im Futtermittelrecht ausdrücklich ausgesprochen wird, zu verstoßen. Das Bewußtsein der Öffentlichkeit für den Zusammenhang zwischen Tierernährung und Tierkrankheiten wurde in den letzten Jahrzehnten mit Fachbegriffen überschüttet., die vielfach weniger zum Verständnis, als vielmehr zur Unsicherheit betrugen. Die Werbekampagnen der Produzenten werden verständlicher, wenn man die Dimensionen des Markts betrachtet. Mit Heimtierfuttermitteln, Bedarfsartikeln und Zubehör wurde 1995 in Deutschland ein Umsatzvolumen von 4,4 Milliarden DM erreicht ! Jeder Hundehalter ist also gut beraten, wenn er die Werbung als solche auch erkennt und sich bezüglich der Fütterung seines Hundes genügend Sachkenntnis aneignet. Die richtige Ernährung des Hundes ist Grundvoraussetzung für seine normale Entwicklung und die Erhaltung seiner Gesundheit und Leistungsfähigkeit. Klassische Mangelkrankheiten kommen heute beim Hund kaum noch vor. Die aktuellen Gesundheitsprobleme im Zusammenhang mit fehlerhafter Fütterung haben ihre Ursache mehr in Überfütterung und Überversorgung. Die Hunde von heute werden mit Speiseresten , Fertigfuttermitteln unterschiedlicher Qualität oder mit hochwertigen Produkten der Fleisch- und Nahrungsmittelindustrie mehr emotional als rational ernährt. Besonders groß kann der Schaden durch fehlerhafte Fütterung bei heranwachsenden Tieren werden. Einige Wissenschaftler sprechen sogar davon, daß die Zunahme von Systemerkrankungen am Skelett des Hundes seit den 60er Jahren mit den steigenden Umsätzen der industriellen Hundenahrung korreliert. Deshalb muß man nun nicht gleich jedes Fertigfutter verdammt werden. Es empfiehlt sich aber auf die qualitative Zusammensetzung zu achten, die sehr unterschiedlich ist. Der auf Genügsamkeit und gelegentlichen Hunger eingestellte Organismus des Hundes wird zunächst quantitativ überfüttert, zum anderen weist auch die Fertignahrung des Hundes teilweise Zusammensetzungen auf, die man, vorsichtig ausgedrückt, nicht optimal nennen kann. Der verantwortungsbewußte Hundehalter kommt also ohne die Kenntnis ernährungsphysiologischer Grundlagen nicht aus, wenn er seinen Hund richtig ernähren will. Diese Grundlagen beginnen bereits bei der Übernahme des Welpen durch den frischgebackenen Hundebesitzer vom Züchter. Ein Welpe erhält vom Züchter meißt drei, vier oder sogar fünf Mahlzeiten täglich. Daher ist es notwendig und auch sehr wichtig, das man sich vom Züchter einen detaillierten Fütterungsplan geben läßt. Anfangs füttert man den Welpen in gleicher Weise weiter, ändert den Speiseplan und die Zeiten nur nach und nach entsprechend den persönlichen Vorstellungen. Bei der Fütterung des Welpen aber auch später beim erwachsenen Hund gibt es generell kein "Richtig" oder "Falsch", so lange man gewisse Grundregeln einhält. Das erste Ziel ist, den Junghund alsbald möglich auf drei Mahlzeiten "einzustellen" - eine große Mahlzeit morgens und abends und eine leichte, nahrhafte Mittagsmahlzeit. Etwa im alter von fünf Monaten wird dann die Mittagsmahlzeit eingestellt. Der Hund erhält bis zum Alter von zehn Monaten weiter seine Morgen- und Abendmahlzeit, dann kann die Morgenfütterung ebenfalls eingestellt werden. Erscheint der Hund allerdings dünn oder braucht er täglich zwei Mahlzeiten um sein Gewicht zu halten, erhält er diese auch, solange es notwendig ist. Für die Hauptmahlzeiten verwendet man entweder Fleisch mit Cerealien oder eine industriell gefertigte Vollnahrung. |
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