Die Erziehung und Ausbildung Ihres Dobermann's
Aller Anfang ist schwer, auch bei unserem Dobermann (oder vielleicht gerade ?!?)
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Vielleicht beginnen wir mit 10 Merkregeln,
die vieles bei der Welpen- und auch Erwachsenenerziehung erleichtern.
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| Regel 1 | Gelegentliches schlafen des Hundes mit im Schlafzimmer festig die Beziehung zwischen Ihnen und Ihrem Hund. D.h. das Körbchen sollte vielleicht im allerheiligsten stehen. Der Hund darf keinesfalls in das Bett oder auf die Sitzmöbel! |
| Regel 2 | Die Fütterung des Hundes erfolgt nachdem Sie gegessen haben oder nachdem Sie vorgetäuscht haben, von seinem Futter zu (fr)essen. Keinesfalls wird der Hund auf sein Verlangen hin gefüttert! Es ist äußerst wichtig, das Sie, auch während Ihr Hund frißt, bedenkenlos in seinen Napf greifen können, ohne das der Hund versucht sein Fressen vor Ihnen zu verteidigen. |
| Regel 3 | Gehen Sie zuerst durch Tore, über enge Wege usw. lassen Sie den Hund auf ein Zeichen warten, wenn er in das Auto oder aus dem Auto darf. Schieben Sie den Hund weg, wenn er Ihnen im Wege steht. Überlassen Sie Ihrem Hund nicht die Kontrolle über Ihr "Revier". |
| Regel 4 | Behalten Sie gleichmäßige Regeln bei. Alle Familienmitglieder müssen ebenfalls dieselben Regeln einhalten.Ihr Hund wird sonst sehr leicht verwirrt und nervös. Seien Sie keinesfalls inkonsequent im Umgang mit Ihrem Hund, denn ansonsten versucht er die "Rudelführung" zu übernehmen. |
| Regel 5 | Aubauend auf Regel 4 müssen Sie alle Ihre Kommandos durchsetzen und den Hund nach erfolgreicher Ausführung des Kommandos überschwenglich belohnen. Geben Sie kein Kommando, welches Sie nicht durchsetzen können. (Übung macht bekanntlich Meister!) |
| Regel 6 | Spielen ist immer was tolles für Ihren Hund. Am beliebtesten sind die Bring-"Balli, Stöckchen ..." Spiele, deren Anfang und Ende Sie mit dem Besitz des Spielzeugs bestimmen. Tauziehen ist zwar auch sehr beliebt(Wettkampf), sollte aber vermieden werden aus 2 Gründen: -bis zu einem gewissen Alter können Sie durch das Tauziehen verformungen im Kiefer hervorrufen und natürlich ist das Tauziehen auch ein "Machtkampf", und Sie sollen der "Rudelführer" bleiben, so kommen keine Mißverständnisse auf. |
| Regel 7 | Ignorieren Sie bei Ihrem Hund das Anstoßen, Wimmern (Jaulen) oder das Bringen von Spielzeug. Verlangen Sie von Ihrem Hund zuerst die vollständige Ausführung eines Kommandos, bevor Sie ihm Ihre Aufmerksamkeit schenken. Keinesfalls darf der Hund für die Belästigung oder Störung, belohnt werden |
| Regel 8 | Hantieren Sie mit den Ohren, Füßen, Augen, dem Gebiss, der Rute usw. ihres Hundes und pflegen Sie ihn, so ausgiebig wie Sie es für nötig halten. Lassen Sie keinesfalls den Hund bestimmen, welche Handlung erwünscht ist. |
| Regel 9 | Üben Sie viele kurze 'Platz-Übungen' oder eine lange pro Tag. Fügen Sie immer ein Unterordnungstraining in den Tagesablauf Ihres Hundes ein: Sitz-Übung vor dem Füttern, Steh-Übung beim Bürsten und ähnliches |
| Regel 10 | Trainieren Sie mit Ihrem Hund, an durchhängender Leine in die von Dir angegebene Richtung zu gehen.(sog. bei Fuß) Falls Ihr Hund nicht angeleint ist und er nicht auf Sie achtet, laufen Sie in entgegengesetzter Richtung davon oder verstecken Sie sich und lassen sich suchen. Lassen Sie keinesfalls den Hund die Richtung und das Tempo bei den Spaziergängen bestimmen. |
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Ausbildung und Sport mit dem Dobermann |
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Von den mehr als 400 Hunderassen die es weltweit gibt, wurden in Deutschland nur neun Rassen das Prädikat Gebrauchshund zuerkannt. Der Dobermann gehört zum Kreis dieser besonders ausgewählten Hunderassen. Seine Charaktereigenschaften prädestinieren ihn zum idealen Gebrauchshund. Er ist sehr temperamentvoll, intelligent, aufmerksam, robust und wesensfest. Jeder Hund sollte erzogen werden. Durch seine über viele Generationen eingezüchteten Gebrauchshundeanlagen ist die Erziehung und Ausbildung des Dobermanns einfach. Wichtig ist die Ausbildung des Hundes den natürlichen Lernphasen des Dobermanns anzupassen. Die Erziehung und Ausbildung im weitesten Sinne beginnt für den Käufer bereits mit Übernahme des Welpen vom Züchter. Die Ausbildung sollte dem Junghund spielerisch übermittelt werden, er sollte nicht überfordert werden und positive Erfahrungen machen. Unentbehrlich für den Anfänger sind Tips und Ratschläge von erfahrenen Ausbildern in den Abteilungen des Dobermann Vereins. Für die sportliche Betätigung mit dem Dobermann bietet sich ein breites Spektrum, wie Begleithundprüfung, Ausdauerprüfung, Schutzhundprüfung Fährtenhundprüfung usw. an. Für die einzelnen Prüfungen und Prüfungsstufen ist das Zulassungsalter vorgegeben und somit den Entwicklungsphasen des Hundes angepaßt . |
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Kompetente Ansprechpartner in den
Abteilungen des Dobermann-Vereins sind die Ausbildungsleiter.
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Kernstück beim Sport mit dem Dobermann stellt die Schutzhundprüfung, die in die drei klassischen Elemente Fährte Unterordnung Schutzdienst unterteilt ist, dar. Die Bewertung des Hundes erfolgt in Punkten. In jeder Abteilung werden als Höchstpunktzahl 100 Punkte vergeben. Ein Ausbildungskennzeichen kann nur vergeben werden, wenn der Dobermann in den Abteilungen A = Fährte, B = Unterordnung je 70 Punkte und in der Abteilung C = Schutzdienst mindestens 80 Punkte erreicht hat. |
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Abteilung
A jeder Schutzhundprüfung ist die Fährtenarbeit.
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Hier hat der Dobermann auf einer Fährte die vom Fährtenleger ausgelegten Gegenstände zu suchen. Der Hund hat ruhig mit tiefer Nase Witterung zu nehmen und der Spur an einer 10 m langen Leine zu folgen. Sobald der Dobermann einen Gegenstand gefunden hat, muß er ihn ohne Einwirkung des Hundeführers verweisen oder aufnehmen. Winkel im Fährtenverlauf die vom Hund ausgearbeitet werden müssen, bilden zusätzlich Schwierigkeiten. Die Fährtenübungen, die auch eine besondere Fleißaufgabe für den Hundeführer darstellen, können schon im Welpenalter begonnen werden. |
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Abteilung
B die Unterordnung folgt im Zeitablauf einer Prüfung
der Fährtenarbeit.
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Jeder Dobermann will individuell ausgebildet werden. Gerade bei der Unterordnung ist das Team Hund und Mensch gefordert. Hier werden von dem Hund sinnvolle Gehorsamsübungen gefordert, die seiner Veranlagung entsprechen. Alle Übungsteile haben einen Bezug zu den Anforderungen, die in der heutigen Zeit an den Hund gestellt werden. Prüfungsgegenstand ist zum Beispiel die Leinenführigkeit und die Freifolge, das heißt, der Hund muß auf der linken Seite seines Führers gehend diesem konsequent folgen; er muß durch eine Gruppe von Personen gehen, ohne diese zu belästigen; es wird überprüft ob der Hund schußunempfindlich ist; er zeigt auf Kommando seines Führers Sitz-, Platz- und Stehübungen; er bringt einen weggeworfenen Gegenstand zu seinem Führer zurück; er wird unter Ablenkung abgelegt (dies bedeutet, der Hund muß an seinem vom Führer zugewiesenen Platz bleiben, auch wenn sich der Führer entfernt und für den Hund nicht sichtbar ist). Viele dieser Übungen sind in ihrem Schwierigkeitsgrad variabel und dem Ausbildungsstand des Dobermanns angepaßt. Was hier so spielerisch leicht aussieht stellt hohe Anforderungen an das Einfühlungsvermögen des Hundeführers. Patentrezepte für die Ausbildung der Hunde gibt es nicht. |
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Die Abteilung
C der Schutzdienst
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den hundesportlichen Wettkampf. Hier wird der Hund unter anderem auf Selbstbewußtsein
und Nervenfestigkeit geprüft. Oberste Priorität hat auch hier
der Gehorsam. der Hund muß immer in der Hand des Führers stehen!
Für den Dobermann stellt der Hetzarm die Beute dar, die er "fangen
will". Die positive Erfahrung und das ständige Siegen bei der Beutetriebförderung
stärkt den Hund innerlich. Die Förderung des Beutetriebs stellt
keine Aggressivität gegenüber dem Menschen dar.
Der Schutzhund ist vergleichbar mit einem Sportler dessen Leistungen letztlich von seiner Kondition abhängen. Regelmäßiges Training ist unbedingt notwendig, hinzu kommt eine gesunde und leistungsbezogene Ernährung. Um einem weit verbreitetem Irrtum entgegen zu treten, unsere Sporthunde sind nicht zum Personenschutz geeignet. Ihnen fehlt durch die konsequente Ausbildung jedes Aggressionsverhalten dem Menschen gegenüber. |
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Aufgaben
und Zweck des Vereins
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Zentrale Aufgabe des Vereins ist die einheitliche Zusammenfassung aller Züchter, Ausbilder, Liebhaber und Halter von Dobermännern. Hieraus leitet sich die Führung eines Zucht- und Leistungsbuches ab, welches als einziges vom VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) für diese Rasse anerkannt ist. Weiterhin ist der DV e.V. Herausgeber der 10mal im Jahr erscheinenden Monatszeitschrift "Unser Dobermann" die alle Mitglieder im Rahmen des Mitgliedsbeitrages erhalten. Ein Abonnement dieser Zeitschrift -gegen Gebühr für Nichtmitglieder- ist jederzeit möglich. Hauptbestandteile dieser Informationsschrift sind neueste und aktuelle Prüfungsergebnisse, fortlaufend geführte Belegmeldungen (Züchter die in den darauffolgenden ca. 8 Wochen Welpen erwarten), Terminkalender, Wissenswertes über die Rasse, Berichte aus Landesgruppen und Abteilungen sowie Inserate etc. Der DV e.V. führt Veranstaltungen kynologischer Art durch. Hierzu zählen u.a. Zuchtschauen, Schutz- und Begleithundprüfungen, Fährtenhundprüfungen, Ausdauerprüfungen sowie Zuchttauglichkeitsprüfungen und Körungen. |
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Quellverzeichniss: |
1.) Das Große Dobermann Buch - Dr. Gerhard Schüler / Kynos Verlag 2.) Auszüge der Internetseiten des Dobermann-Vereins e.V. München |
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Wesentlich mehr über die richtige Ausbildung Ihres Dobermanns erfahren Sie bei einem Besuch eines Dobermann Platzes in Ihrer Nähe!
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