Krankheitsvorsorge & Gesundheitsfürsorge

HD - Hüftgelenksdysplasie

Im Hüftbereich gibt es den Gelenkkopf und die Beckenpfanne. Dabei paßt der Gelenkkopf des Oberschenkels (Fermurkopf) genau in die Beckenpfanne (Acetabulum). Bei von Hüftgelenksdysplasie (HD) befallenen Hunden paßt dieser Oberschenkelkopf nicht genau in die Pfanne, außerdem gibt es Verformungen. Diese Erkrankung geht auf eine Vielzahl von Ursachen zurück., Umweltfaktoren spielen eine große Rolle, aber auch erbliche Faktoren sind eine wichtige Ursache. HD kann bei befallenen Hunden Schmerzen und Lahmheit auslösen, der Grad ist ist abhängig vom Grad der Erkrankung. Hier anbei eine Auflistung der im europäischen Raum verbreitesten HD Gruppierungen:

Deutschland
Belgien
Niederlande
Österreich
1
A
-
0
HD - Frei
2
B
tc
1
Stufe 1
3
C
+/-
2
Stufe 2
4
D
+
3
Stufe 3

Beim Dobermann ist glücklicherweise die HD keine besonders verbreitete Krankheit, leider tritt Sie doch gelegentlich auf. Der genaue Zustand des Hüftgelenks kann nur von einem Experten durch eine Röntgenaufnahme festgestellt werden. Verantwortungsvolle Zuchtverbände wie der Dobermann e.V. verlangen vor jeder Zuchtverwendung, im Rahmen der Zuchttauglichkeit eines Hundes, eine entsprechende Röntgenaufnahme mit orthopädischer Auswertung. Kein Hund mit ins Gewicht fallenden Abweichungen vom Normalen sollte für die Zucht verwendet werden, obgleich diese Hunde ein durchaus völlig normales Leben führen können. Nur bei schwerer HD-Erkrankung ist die Bewegung aus der Hinterhand schwach, kann die Beweglichkeit, insbesondere das Sprungvermögen, stark eingeschränkt sein.

Es gibt die Theorie, daß man die Gefahr einer HD-Erkrankung geringer halten kann, in dem man die Junghunde niemals stark bewegt. Insbesondere Treppensteigen und das ständige aufstellen auf die Hinterläufe sollte vermieden werden. So lange das Knochengebäude noch weich und knorpelig ist, kann es folglicherweise auch leichter geschädigt werden. Erst im Alter zwischen 7 und 9 Monaten ist das Knochengebäude so weit durchgehärtet, das Sie Ihren Dobermann "uneingeschränkt" bewegen können. Uneingeschränkt daher in Anführungszeichen, da Sie z.B. das Fahrrad fahren doch noch bis zur HD-Röntgung unterlassen sollten! Denn erst wenn die Sicherheit gegeben ist, das Ihr Hund HD-frei ist bzw. nur eine leichte HD hat sollten Sie das Führen am Fahrrad unterlassen, da Sie sonst Ihrem Liebling doch arge Schmerzen zufügen können, bzw. Spät- und Folgeschäden provozieren.

Es gibt eine unbestätigte Theorie, nach welcher HD durch eine Überfütterung heranwachsender Hunde gefördert wird. Insbesondere bei Futtermitteln mit sehr hohem Proteingehalt oder besonders nährstoffreichen Futtermitteln. Hierdurch entwickeln sich die Knorpel falsch und dies kann wiederum bei der Umwandlung vom Knorpel zum Knochen zu Problemen führen. Wissenswert ist auch, das bei schnellwachsenden Rassen, wie den Dobermännern, durch einen zu hohen Proteingehalt des Futters in der Wachstumsphase, Schäden an den Sehnen entstehen können. Einen Leitfaden zur Fütterung und den, von Ihrem Dobermann benötigten, Inhaltsstoffen finden Sie auf unseren Seiten unter der Rubrik "ERNÄHRUNG" .

Niemals sollten Sie bei einem Junghund Übergewicht hinnehmen.

Frage: Gibt es für Welpen ein spezielles Training um der HD vorzubeugen? Soll man Gelatine zufüttern Ist das wirksam??

Antwort: Da die HD auch eine Erkrankung mit genetischem Faktor darstellt, gibt es eigentlich kein Trainingsprogramm mit dem man ihr Entstehen verhindern kann. Allerdings besteht die Möglichkeit den Ausprägungsgrad der HD durch Haltung und Fütterung zu beeinflussen. Grundsätzlich sollte der Hund ausgewogen ernährt werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, daß ein Hund mit drei Monaten dem Welpenalter entwachsen ist, und entsprechend kein Welpenfutter mehr gefüttert werden sollte. Futtermittel für erwachsene Hunde bewirken i.d.R. ein langsameres kontinuierlicheres Wachstum ohne die Endgröße zu beeinflussen. Eine Zufütterung von Vitamin-, Eiweiß- oder Mineralstoffpräparaten ist nicht erforderlich (kann eher schaden). Die Verwendung von Fertigfuttermitteln erleichtert eine bilanzierte Fütterung gegenüber selbst zusammengestellten Rationen. Hinsichtlich der Belastung sollte der Welpe nicht (mögl.. erst wenn er ausgewachsen ist) zu Leistung aufgefordert werden. Hier besteht das Problem, daß eine gut ausgeprägte Muskulatur einerseits das Skelett entlaste, man andererseits durch übermäßige Belastung Erkrankungen wie HD und ED (Ellbogengelenksdysplasie) in ihrer Entstehung begünstigt. Vermeiden sollte man Treppensteigen, übermäßiges Spielen mit älteren Hunden (da konditionell überlegen; hier bieten sich, falls vorhanden, Welpenspielgruppen an), Springen über Hindernisse, lange Spaziergänge (besser häufiger und mehrmals tgl.) oder häufige Apportierübungen (da viele kurze Stopps und Wendungen). Schwimmen wirkt sich günstig auf die Muskelentwicklung aus ohne die Gelenk zu belasten (im Winter oder bei wasserscheuen Hunden etwas problematisch).

Neue Erkenntnisse - Vorsorge und Behandlung

Zwei von 10 Hunden leiden früher oder später an schmerzhaften Gelenkerkrankungen. Über die Hälfte davon, so sagen statistische Zahlen kynologischer Verbände, weist krankhafte Veränderungen am Hüftgelenk (Hüftgelenkdysplasie/HD) auf. Daher ist es für jeden Hundehalter wichtig, (frühzeitig) über die Ursachen, vorbeugende Maßnahmen und mögliche Behandlungsformen der HD informiert zu sein. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur Entstehung von Gelenkschäden helfen, der HD vorzubeugen und sie erfolgreich zu behandeln.

Bei der Hüftgelenkdysplasie (HD) führt eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks dazu, dass Gelenkkopf und Gelenkpfanne nicht mehr exakt ineinander passen. Auf den normalerweise glatten Gelenkflächen entstehen Unebenheiten. Wie ein rostiges Scharnier bewegt sich das Gelenk nicht mehr glatt und rund. Jede Bewegung ist mit Widerstand und Reibung verbunden. Wodurch zusätzlich Schäden am Knorpel, aber auch an anderen Gelenkstrukturen wie Bändern, Gelenkkapsel und Gefäßen auftreten können. Der Hund hat Schmerzen, seine Lebensqualität wird beeinträchtigt: Probleme beim Aufstehen, Treppensteigen und Springen, Bewegungsunlust, Wetterfühligkeit oder Lahmheit. All dies weist darauf hin, dass sich der Hund nur unter Schmerzen bewegen kann. Je nach Ausmaß der HD können die Hüftschäden in jungen Jahren, manchmal aber auch erst im Alter des Hundes zu Beschwerden führen.

Ursachen der HD

An der Entstehung der HD können verschiedene Faktoren beteiligt sein. So zum Beispiel erbliche Veranlagung, Ernährungsfehler, Alterungsprozesse oder eine Fehlbelastung der Gelenke. In vielen Fällen greifen diese Faktoren ineinander, bedingen und verstärken sich unter Umständen.

Erbliche Disposition / Veranlagung

Die Veranlagung der Hüftgelenkdysplasie (HD) wird seit geraumer Zeit diskutiert. Meist sind typische Veränderungen am Hüftgelenk schon frühzeitig auf einem Röntgenbild zu erkennen. Dies macht es möglich, Hunde mit einer Veranlagung für HD nicht in der Zucht einzusetzen, zum Schutz vor einer weiteren Vererbung von Generation zu Generation. Konsequente züchterische Maßnahmen in den vergangenen Jahren haben bereits geholfen, die Zahl der HD-Fälle bei häufig betroffenen Rassen zu verringern. Nun aber stagniert der Rückgang und auch Mischlinge sind mehr und mehr betroffen. Dies liegt vermutlich daran, dass neben der erblichen Vorbelastung auch andere Faktoren Einfluss auf die Entstehung der HD haben.

Falsche Ernährung

Besonders Welpen und Junghunde schnellwüchsiger, großer Rassen neigen dazu, bei einer zu reichhaltigen und energiereichen Kost unnatürlich schnell zu wachsen. Das Hüftgelenk wird dadurch stark belastet. Wobei auch der Knorpel Schaden nehmen und sich sogar von der knöchernen Unterlage lösen kann. Ähnliche Probleme entstehen, wenn das Kalzium/Phosphor-Verhältnis im Futter eines Hundes nicht stimmt. Vorbeugend wird empfohlen, junge Hunde im Wachstum restriktiv zu ernähren. Das heißt, junge Hunde sollten weniger kalorien-, vitamin-, mineralstoff- und eiweißreich ernährt werden. Was nicht bedeutet, dass junge Hunde "großgehungert" werden sollen. Es geht lediglich darum, den Hund bedarfsgerecht zu ernähren und nicht darüber hinaus. Viele Hundehalter wollen einem jungen Hund im Wachstum durch gewisse "Extras" etwas besonders Gutes tun - leider meist zuviel des Guten. Dennoch ist es sinnvoll. über eine gezielte Nahrungsergänzung die Gesunderhaltung des Gelenkknorpels zu unterstützen. Näheres dazu lesen Sie im Folgenden.

Fehlbelastung/Überbelastung

Eine unnatürliche, zu hohe Belastung der Gelenke kann die Entstehung und das Ausmaß einer HD beeinflussen. Werden die Gelenke eines Hundes sehr früh, extrem oder zu ausdauernd belastet, nimmt das Gelenk Schaden. Insbesondere dann, wenn der Hund aus oben genannten Gründen vorbelastet ist.

Altersbedingte Stoffwechselvorgänge

Normale Alterungsvorgänge müssen nicht unbedingt zu erkennbaren Problemen am Hüftgelenk führen, sie bewirken jedoch, dass der Hund, besonders wenn er vorbelastet ist, empfindlicher auf Einwirkungen und Reize reagiert. Ältere Hunde sollten daher regelmäßig in der Tierarztpraxis untersucht werden, damit erste Anzeichen von Gelenkveränderungen frühzeitig erkannt und behandelt werden können.

Mögliche Ursachen für HD
Vererbung unausgewogene Ernährung (z.B. Kalzium-Phosphor-Verhältnis)
Ernährung fehlerhafte Zuchtauswahl
Fehlbelastung zu energiereiche Ernährung beim Junghund
Alter angeborene Schäden/Veranlagung
ungeeignete Bewegung Veränderungen im Knorpelstoffwechsel

 

So kann der Hundehalter vorbeugen

Vorbeugend sollten Hunde mit HD oder der Veranlagung zur HD nicht zur Zucht eingesetzt werden. Außerdem gilt es Hunde, ganz gleich welchen Alters, ausgewogen zu ernähren und angemessen zu belasten. Sinnvoll ist darüber hinaus, den Knorpelstoffwechsel bei vorbelasteten, erkrankten und älteren Hunden durch eine entsprechende Nahrungsergänzung zu unterstützen. Insbesondere die Wirkung neuer Knorpelschutzpräparate (siehe Kasten) sollte hier genutzt werden. Wichtig ist es allerdings ein geeignetes Produkt zu wählen, am besten in Abstimmung mit der Tierarztpraxis. Denn falsche Präparate sind nicht nur wirkungslos, sondern können sogar zu schweren Schäden führen, so zum Beispiel hochdosierte Kalzium-Produkte. Wichtig ist es, erste Anzeichen eines Gelenkleidens ernst zu nehmen und frühzeitig tierärztlich behandeln zu lassen. Denn Gelenkknorpel kann sich nur bis zu einem gewissen Grad regenerieren. Das heißt, wenn die Schäden zu weit fortgeschritten sind, können die Abbauvorgänge kaum noch rückgängig gemacht werden.

Ergänzungsfutter - neue Erkenntnisse

Anzeichen für HD
Mühe beim Aufstehen, Springen und Treppensteigen
Morgendliche Steifheit
Unsicherer Gang
Bewegungsunlust
Wetterfühligkeit
Lahmheit (einseitig oder beidseitig)
Gelenkschwellungen
Fehlstellung der Beine
Muskelschwund

Behandlung der HD

Egal ob beim jungen oder alten Hund, bei plötzlichen oder schleichenden Krankheitsanzeichen, stets sollte bei einer HD so früh wie möglich eingegriffen werden. In vielen Fällen kann eine rechtzeitige Behandlung das Leiden mildern und an seinem Fortschreiten hindern. Geeignete Maßnahmen und Medikamente können die Schmerzen und Beschwerden lindern und einem weiteren Knorpelabbau entgegenwirken.

Gewichtskontrolle/angepasste Bewegung

Wesentliche Grundlage der Behandlung ist die Gewichtskontrolle und ein verhaltenes Bewegungsprogramm. Nimmt ein zu schwerer Hund ab, entlastet dies seine Gelenke spürbar. Sinnvoll ist es, erkrankte Hunde mehrmals täglich kurz auszuführen, statt einmal täglich einen langen Spaziergang zu machen. Auch regelmäßiges Schwimmen ist ratsam. Bewegungen, die dem Hund besondere Beschwerden bereitenn sollten weitestgehend vermieden werden. Aktivitäten, bei denen der Hund stark beschleunigen und abbremsen muss, wie zum Beispiel Frisbee- oder Ballspiele, und alle Formen des Hundesport sind nicht zu empfehlen.

Knorpelaufbauende Nahrungsergänzung

Über die oben genannten Maßnahmen hinaus empfiehlt es sich, dem Hund ergänzend zu einem ausgewogenen Futter ein knorpelaufbauendes Präparat zu geben, das Bestandteile der so genannten Knorpelmatrix enthält. Dies hilft, die Geschmeidigkeit des Knorpels zu erhalten und den Knorpelabbau im Gelenk zu hemmen. Ein entsprechendes Präparat sollte nur in Absprache mit der Tierarztpraxis gewählt werden. Als Wirksubstanz sollte es natürliches Chondroitinsulfat und Chitosan enthalten, und zwar in ausreichender Konzentration (Reinheit). Chondrotinsulfat macht in Natur einen Großteil der im Knorpel vorhandenen Strukturen aus. Studien haben gezeigt, dass es im Gelenk entzündungshemmend und regulierend auf den Knorpel und die Zellen der Gelenkauskleidung wirkt. Außerdem hemmt es die Enzyme, die für die schleichende Zerstörung des Knorpels verantwortlich sind. In Untersuchungen beim Menschen erwies sich Chondrotinsulfat darüber hinaus schmerzlindernd. Früher musste die Substanz direkt ins Gelenk gespritzt werden, was mit entsprechenden Risiken verbunden war. Heute gibt es in der Tierarztpraxis Futterpellets, die dem Hund wie ein Leckerli einmal täglich gegeben werden (Fortiflex®). Da dieses Mittel nicht chemisch wirkt, sondern die körpereigenen Reparaturvorgänge unterstützt, tritt die Wirkung erst nach rund 25 Tagen ein, hält dann aber über die Kur von 30 Tagen hinaus über mehrere Monate an, so dass eine Kur über 30 Tage nur 3-4mal jährlich notwendig ist.

Medikamente

Um die akuten Schmerzen einer Gelenkerkrankung schnell zu lindern, werden meist schmerzstillende und entzündungshemmende Medikamente gegeben. In vergangenen Jahren wurde oft auf Steroide wie Cortison zurückgegriffen, heute stehen mit so genannten nichtsteroidalen Antiphlogistika alternative Präparate zur Verfügung. Neu zugelassen für den Hund sind Tabletten, die eine Kombination aus beiden Wirkstoffgruppen enthalten: Phenylbutazon und Prednisolon. In dieser Kombination können die einzelnen Wirkstoffe niedriger dosiert werden, sie sind damit schonender und auch für Langzeitbehandlungen geeignet. Oben genannte knorpelaufbauende Chondrotinsulfat-Präparate können Dank ihrer zusätzlichen entzündungshemmenden Wirkung helfen, die benötigte Menge an Medikamenten so gering wie möglich zu halten.

Operation

Verschaffen diese Maßnahmen keine Linderung, hilft häufig nur noch eine Operation. Man unterscheidet hier solche Eingriffe, die lediglich die Schmerzen lindern, nicht aber die Veränderungen am Gelenk beheben, und andere, bei denen das Gelenk wieder hergestellt, die Missbildung behoben wird.

Dauerhaft schmerzlindernd aber nicht heilend ist zum Beispiel eine Pectinektomie oder eine Denervation. Bei ersterer wird ein Muskel, der bei HD-kranken Hunden vergrößert ist und einen Teil der Schmerzen hervorruft, durchtrennt. Bei der Denervation dagegen werden Nerven, die die Gelenkkapsel versorgen, unterbrochen. Dabei wird durch einen kleinen Hautschnitt der Weg zum Hüftgelenk freigesetzt und die Knochenhaut der Gelenkpfanne angekratz. Auf diesem Weg wird eine Knochenwucherung hervorgerufen, die die missgebildete Gelenkpfanne vergrößert. Das Gelenk wird dadurch stabilisiert. Die Denervation ist kostengünstiger als andere OP-Methoden und erspart dem Hund einen großen operativen Eingriff.

Eine Behandlung bei der nicht nur der Schmerz genommen, sondern auch die Funktion des Hüftgelenkes verbessert wird, ist die Femurkopfresektion. Hier entfernen Tierärztin oder Tierarzt den oberen Teil des Oberschenkelknochens. Anstelle des Knochens bildet sich daraufhin eine bänderartige Verbindung. Diese ermöglicht eine schmerzfreie, aber manchmal doch eingeschränkte Bewegung der Hüfte. Diese Operation ist weniger bei großen, schweren Hunden zu empfehlen, bei Hunden kleinerer und mittlerer Größe kann sie jedoch großen Erfolg haben.

Die tatsächliche Heilung eines HD-Gelenks ist nur mit einer Hüftgelenksprothese möglich. Hier wird das Gelenk ganz oder teilweise durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Nach erfolgreicher Operation kann der Hund das Gelenk schmerzfrei und ohne Einschränkung bewegen. Hat der Hund jedoch eine Entzündung im Körper (z.B. Zahnfleischentzündung) kann es zu einer Infektion und Lockerung im Bereich der Prothese kommen. Diese Behandlung ist zwar kostenaufwendig, bringt aber, sofern der Patient geeignet ist, die besten Ergebnisse. Unbedingt vorausgesetzt ist, dass der Hund nach der Operation ausreichend ruhig gehalten und geschont wird. Die Wahl der Operationsmethode für einen HD-kranken Hund muss im Einzelfall mit der Tierarztpraxis abgestimmt werden und hängt von verschiedenen Faktoren ab (siehe Kasten).

Welche Operation bei HD?

Welche der im Text genannten Operationsmethoden geeignet ist, hängt vom einzelnen Fall ab. Entscheidend ist das Ausmaß der Erkrankung, das Alter, die Größe und das Temperament des Hundes. Neben den unterschiedlichen Kosten steht außerdem die Frage im Vordergrund, welches Ziel erreicht werden soll. Mit bestimmten Operationen wird nicht die Erkrankung geheilt, sondern lediglich der Schmerz gelindert oder behoben (Pectinektomie, Denervation). Dies kann zum Beispiel bei älteren Hunden sinnvoll sein, denen man eine größere Operation nicht mehr zumuten möchte. Eine Femurkopfresektion nimmt den Schmerz und verbessert zumindest die Funktion des Hüftgelenkes. Diese Operation ist bei größeren Hunden nicht so sehr zu empfehlen. Sie ist mehr für Hunde kleiner und mittlerer Größe geeignet. Eine tatsächliche Heilung ergibt sich nur aus einer Hüftgelenksprothese. Hier allerdings ist eine endgültige Heilung nur möglich, wenn der Hund im Anschluß an die Operation längerfristig ruhiggestellt werden kann. Bei sehr temperamentvollen Tieren kann dies unter Umständen schwierig sein. Es gilt also in Absprache mit der Tierarztpraxis die Vor- und Nachteile der jeweiligen Operationsmethoden abzuwägen und die für den einzelnen Hund geeignete Behandlung herauszufinden.

Natürliche Heilmethoden

Nicht zuletzt bieten auch alternative Heilmethoden bei Gelenkerkrankungen Hilfe. Besonders die Akupunktur eignet sich äußerst gut zur Behandlung andauernder Schmerzen. Ihre Wirksamkeit ist inzwischen wissenschaftlich belegt. Neben den gezielten Reizen durch Akupunkturnadeln, die in wiederholten Sitzungen erfolgt und oft verblüffende Erfolge zeigt, kommt im Rahmen der Akupunktur auch eine Implantation von Goldkügelchen in Frage. Hier werden winzig kleine Kügelchen aus Gold an den Akupunkturstellen abgesetzt, die so zusagen eine Dauerakupunktur hervorrufen. Besonders bei der Hüftgelenksdysplasie kann die Akupunktur den Einsatz von Schmerzmitteln weitgehend ersetzen.

Weitere Behandlungsmöglichkeiten bestehen in Massagen, Physiotherapie und Wärmebehandlung, also Verfahren, deren Vorzüge man schon seit einiger Zeit in der Humanmedizin nutzt. Diese häufig unter dem Begriff "Krankengymnastik" zusammengefassten Methoden werden seit einiger Zeit zunehmend auch beim Tier angewendet. Unter Anleitung von Tierärztin und Tierarzt können Hundehalter lernen, welche Übungen ihrem Hund gut tun und diese dann zuhause regelmäßig anwenden.

Fazit:

Die HD beim Hund kann verschiedene Ursachen haben. Vielen von ihnen kann man als Hundehalter frühzeitig entgegenwirken: durch eine verantwortungsvolle Zuchtauswahl, ausgewogene Ernährung und geeignete Bewegung des Hundes. Darüber hinaus helfen knorpelaufbauende Ergänzungsfuttermittel, Gelenkerkrankungen vorzubeugen und Knorpelschäden zu lindern. Erkrankt ein Hund dennoch, so muss dies nicht etwa das Aus bedeuten. Im Gegenteil, dank wissenschaftlicher Fortschritte und ausgereifter medizinischer Behandlungsmöglichkeiten, kann ein Hund mit HD, je nach Ausmaß der Erkrankung, durchaus ein schmerzfreies Leben führen.

Mögliche Hilfe bei Gelenkerkrankungen
Gewichtskontrolle/Abmagerungsdiät
Angepasste, gleichmäßige Bewegung
Knorpelaufbauende Ergänzungsfutter (z.B. Fortiflex®)
Medikamente: Schmerzmittel, entzündungshemmende Präparate
Operation: z.B. Denervation, Pectinectomie, Femurkopfresektion, Prothese
Natürliche Heilverfahren: z.B. Akupunktur, Physiotherapie

Von Thekla Vennebusch, Tierärztin

Ellenbogendysplasie

Ellbogengelenksdysplasie beim Hund (unter besonderer Berücksichtigung der Osteochondrosis dissecans im Bereich der Trochlea humeri sowie des fragmentierten Processus coronoideus medialis ulnae) © Sigrid Schleich (Chirurgische Veterinärklinik der Universität Giessen) Einführung: Während der vergangenen 15-20 Jahren traten in zunehmender Häufigkeit Lahmheiten an den Vordergliedmassen bei jungen Hunden grosswüchsiger Rassen auf, die schon im jugendlichen Alter zur Entstehung degenerativer, arthrotischer Veränderungen an den betroffenen Gelenken führen. Hierbei war eine ständig wachsende Anzahl an Ellbogengelenkserkrankungen festzustellen deren Differenzierung zunehmend exakter wurde. Anfang der sechziger Jahre war nur der sogenannte Isolierte Processus Anconeus (IPA) (vorwiegend bei DSH auftretend) bekannt, andere Ellbogenerkrankungen, die mit Arthrosen einhergingen wurden als idiopatische Gelenkarthrose bezeichnet (und so nur konservativ behandelt). Zu Beginn der siebziger Jahre wurden erstmals der (damals so bezeichnete) Isolierte Processus Coronoideus medialis (IPC) und die Osteochondrosis Dissecans (OCD) am Ellbogengelenk junger, lahmender Hunde beschrieben. Nachdem man herausgefunden hatte, dass der Processus coronoideus medialis ulnae keinen eigenen Verknöcherungskern aufweist, wurde der ICP in „Fragmentierten Processus Coronoideus" (FCP) umbenannt. Anatomie: Das Ellbogengelenk, ein sogenanntes Scharniergelenk, besteht aus drei verschiedenen Knochenanteilen. Die proximale Gelenkfläche wird von der Gelenkwalze des Oberarms gebildet. Diese wird vom oberen Anteil der Elle umfasst, die eine halbmondförmige Aussparung aufweist, wobei sie im oberen Teil den Processus anconeus als zapfenförmigen Fortsatz aufweist und nach unten in einem aussen gelegenen kleineren Processus coronoideus lateralis und innen in einem grösseren Processus coronoideus medialis (innerer und äusserer Kronfortsatz) ausläuft. Diese beiden unteren Fortsätze umgreifen wiederum den Radiuskopf, dessen Gelenkfläche ca. 80% des Körpergewichtes trägt (die beiden Processus coronoidei zusammen übernehmen ca. 20 %). Abb. 1: Aufsicht auf die Gelenkfläche des Ellbogengelenkes bestehend aus Speiche und Elle mit den beiden Kronfortsätzen. Abb. 2: Ansicht der Gelenkwalze des Oberarmes von vorne. Rechts unten der Bereich in dem sich eine OCD am Ellbogen manifestiert. Ätiologie: Sowohl FCP als auch OCD treten häufig bei Hunden im Alter von vier bis fünf Monaten (seltener bei älteren Tieren) während der Hauptwachstumsphase auf. Verschiedene Rassen z.B. Rottweiler, Golden Retriever, Labrador Retriever, Berner Sennenhunde, Bernhardiner, Chow-Chow, aber auch Mischlinge, die mit einer dieser Rassen verwandt sind, sind gehäuft betroffen. Die Tiere sind häufig im Vergleich zu Altersgenossen relativ schwer (ca. 17-25 kg Körpergewicht). Männliche Tiere, die in der Regel schneller wachsen, sind öfter betroffen als weibliche Hunde. Häufig handelt es sich um besonders bewegungsfreudige Tiere, die auch früh beansprucht werden (lange Spaziergänge, Spielen mit älteren Hunden) und zusätzlich zum bereits reichhaltigen Welpenfutter noch Mineralstoffzusätze erhalten womit wiederum die Wachstumsgeschwindigkeit beschleunigt wird. OCD: Die Osteochondrosis dissecans im Bereich des innen gelegenen Abschnittes der Gelenkwalze des Oberarms stellt eine Störung der enchondralen Ossifikation dar. Das Wachstum der Röhrenknochen erfolgt, sowohl im Bereich der Gelenkflächen, als auch an den Wachstumsfugen, zunächst in Form von Knorpelzellen, die dann später verkalken und in Knochenzellen umgewandelt werden. Die Knorpelzellen im Bereich der Gelenkflächen werden durch Diffusion der Nährstoffe aus der Gelenkflüssigkeit ernährt. Wird die Knorpelschicht infolge einer zu hohen Wachstumsgeschwindigkeit (zu langsame Verknöcherung) zu dick, führt dies zum Absterben von Knorpelzellen an der Grenze zum Knochen. Zusätzliche mechanische Beanspruchung stellt einen weiteren Faktor dar, so dass Risse und Fissuren im Gelenkknorpel entstehen und sich teilweise ganze Schuppen ablösen. Als Folge gelangt Gelenkflüssigkeit in Kontakt mit dem unter dem Knorpel gelegenen Knochen und den abgestorbenen Knorpelzellen. Eine Entzündungsreaktion wird hervorgerufen die eine vermehrte Gelenkfüllung, Dehnung der Kapsel, Schmerz und damit Lahmheit bewirkt. Abgelöste Knorpelschuppen verbleiben in der Regel an ihrem Platz, können aber auch als freie Gelenkkörper im Gelenk gefunden werden. FCP: (Fragmentierter Processus Coronoideus medialis) Der Processus coronoideus medialis verknöchert bei Hunden grosswüchsiger Rassen erst im Alter von vier bis fünf Monaten. Bis zu diesem Zeitpunkt ist er sehr empfindlich gegenüber jeglicher Überbelastung. Kommt es zu einer Stufenbildung im Ellbogengelenke durch unterschiedliches Längenwachstum von Elle (Ulna) und Speiche (Radius), kann es, bei einer längeren Elle, zur Überbelastung des Processus coronoideus medialis kommen, so dass dieser partiell von der Elle abbricht. Auch wenn die Aussparung in der Elle, die den Oberarm umfasst zu „eng" ist, kommt es, durch eine Gewichtsverlagerung der Gelenkwalze nach vorne, zur Stressfraktur des Fortsatzes. Im Falle einer Fraktur (Bruch) dringt Gelenkflüssigkeit in den Bruchspalt ein, wodurch wieder ein Entzündungsprozess in Gang gesetzt wird. Zusätzlich zur klinisch sichtbaren Lahmheit führen beide Erkrankungen zur Entstehung sekundärer Arthrosen, welche die Nutzbarkeit des Hundes in seinem weiteren Leben erheblich beeinträchtigen können. FCP und OCD treten bei vielen Hunden an beiden Vordergliedmassen auf. Somit bedarf es oft eines zusätzlichen Traumas (mechanischer Enwirkung) an einem der beiden Vordgliedmassen, bis der Hundehalter an dem stärker schmerzhaften Bein eine Lahmheit erkennen kann. Zu diesem Zeitpunkt haben die Hunde oft schon eine Alter von 10-14. Monaten erreicht und die Arthrosen sind entsprechend weit fortgeschritten. Untersuchungen in Schweden, Norwegen und England haben ergeben, dass bei beiden Erkrankungen eine genetische Disposition vorliegt. Durch eine Anpaarung von Hunden ohne FCP und/oder OCD bzw. ohne Arthrose, konnte die Häufigkeit der Erkrankung deutlich herabgesetzt werden (ähnlich wie bei der Hüftgelenksdysplasie). Klinische Symptomatik: Die erkrankten Hunde zeigen häufig eine Auswärtsstellung der Vorderpfoten, die Ellbogengelenke werden eng am Körper gehalten. Tritt eine Lahmheit auf, ist diese anfangs intermittierend, stärker nach Ruhe und/oder Belastung und verstärkt sich im weiteren Krankheitsverlauf oft bis zur hochgradigen Lahmheit. Bei längerer Krankheitsdauer kann sich eine Muskelatrophie der Oberarmmuskulatur entwickeln. Die Gelenke sind vermehrt gefüllt und schmerzhaft bei Manipulation (passiver Bewegung und Druck). Bestehen schon erhebliche Arthrosen, können Reibegeräusche hörbar sein und Bewegungseinschränkungen des Gelenkes vorhanden sein. Radiologie: Eine wichtige Rolle bei der Diagnostik und Differenzierung der verschiedenen Ellbogenglenkerkrankungen kommt der radiologischen Untersuchung zu. Dazu ist eine hohe Aufnahmequalität von grosser Wichtigkeit, da, besonders im Anfangsstadium der Erkrankung die Röntgenveränderungen sehr diskret sein können und eine genaue Betrachtung der Aufnahmen erforderlich ist. Es sollten immer, auch bei einseitiger Lahmheit, beide Ellbogengelenke geröntgt werden. Zur exakten radiologischen Darstellung des Ellbogengelenkes existiert eine grosse Anzahl von unterschiedlichen Röntgenprojektionen, bei denen jeweils unterschiedliche Gelenkabschnitte besonders hervorgehoben werden. Eine weitere Möglichkeit bietet die Anfertigung von Schichtaufnahmen. Während man die Osteochondrosis dissecans in der Regel direkt durch Röntgenaufnahmen nachweisen kann, ist dies bei Brüchen im Bereich des Kronfortsatzes nur selten möglich. Zum radiologischen Nachweis eines FCP ist man meistens auf die Interpretation sekundärer Veränderungen angewiesen. Das Ziel ist es, die Erkrankung vor dem Auftreten massiver Arthrosen zu diagnostizieren. Therapie: Währen OCD-Defekte ohne Schuppenbildung oder freie Gelenkmäuse bei strikter Ruhe und Futterumstellung ausheilen können, besteht bei grösseren Läsionen oder dem Vorliegen von Knorpelschuppen nur die Möglichkeit der operativen Entfernung der Dissekate und des Auskratzen des Dissekatbettes. Auch beim FCP sollte die operative Therapie mit Exstirpation des abgebrochenen Knorpel-Knochenstückes möglichst frühzeitig vorgenommen werden. Ziel der Untersuchung: Ziel der Untersuchung ist es, im Zusammenhang mit den klinischen Befunden, möglichst frühzeitig geringste Röntgenveränderungen zu diagnostizieren und sie gegenüber weiteren, differentialdiagnostisch in Frage kommenden Erkrankungen wie andere erblich bedingte Erkrankungen, angeborene und traumatisch bedingte Veränderungen abzugrenzen. Es soll erreicht werden die Diagnose der geschilderten Erkrankungen, besonders bei den prädisponierten Rassen so frühzeitig als möglich zu stellen, um vor dem Auftreten starker arthrotischer Veränderungen eine Behandlung einzuleiten. In der Folge sollen Langzeitergebnisse konservativ und operativ behandelter Hunde erhoben werden, da hierüber noch keine aussagefähigen Untersuchungsergebnisse vorliegen, bzw. schlechte Ergebnisse eventuell auf das operative Vorgehen und/oder die schon deutlichen Veränderungen vor der Operation zurückzuführen sind. Prophylaxe: Für IPA, FCP und OCD sind genetische Dispositionen (ähnlich wie bei der Hüftgelenksdysplasie) nachgewiesen. Die Manifestation der Erkrankung oder ihr Schweregrad können durch eine Verbesserung der Haltungsbedingungen beeinflusst werden. Dazu gehören vor allem Fütterung und Bewegung. Wenn die Hunde älter als drei Monate sind dürfen sie nicht „überfüttert" werden (zu hoher Gesamtenergiegehalt; Rohprotein sollte 22-25% betragen) und das Zufüttern von Mineralstoff.- und/oder Vitaminpräparaten sollte, ausser bei nachgewiesenen Mangelzuständen, unterbleiben. Die „kontrollierte" Fütterung wird die Endgrösse der Tiere nicht beeinflussen sondern zu einer langsameren, gleichmässigeren Wachstumsgeschwindigkeit führen und damit das Risiko für die Manifestation von „Wachstumserkrankungen", die im Alter von drei bis sieben Monaten auftreten, herabsetzen. Für die frühzeitige Diagnose ist es wichtig, lahmende junge Hunde prädisponierter Rassen einer genauen Untersuchung zu unterziehen (klinisch und radiologisch). Sind bei Hunden im Alter von vier bis fünf Monaten noch keine Röntgenveränderungen im Ellbogengelenk zu finden , müssen vier bis sechs Wochen später unbedingt Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden!!! Da nachgewiesen ist, dass FCP/OCD erblich Erkankungen sind, besteht das Ziel darin, ihr Auftreten durch Selektion in der Zucht zu verhindern. 1989 wurde die IEWG (International Elbow Working Group) gegründet, der spezialisierte Tierärzte verschiedener Länder, aber auch andere Mitglieder angehören. Ihr Ziel ist es, die erblichen Ellbogengelenkerkrankungen nach einem international einheitlichen Screening zu erfassen, ihre Häufigkeit zu ermitteln und die erhobenen Daten statistisch auszuwerten. Da zur Diagnose von OCD/FCP viele verschiedene Röntgenprojektionen gefordert werden, ein Verfahren das sich für Reihenuntersuchungen, ähnlich dem HD-Röntgen nicht eignet (z.B. aus finanziellen Gründen), wurde als Standardaufnahme pro Ellbogen je eine mediolateral-gebeugte Projektion, im Winkel von ca. 45° gefordert. Manche Gutachter verlangen zusätzlich eine craniocaudale Aufnahme. Mit diesen Aufnahmen, die im Alter von mindestens einem Jahr angefertigt werden sollen, werden die sekundär entstehenden arthrotischen Veränderungen in unterschiedliche Schweregrade eingeteilt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sollten allen Interessierten (z.B. Tierärzte, Züchter, Genetiker) zur Verfügung stehen, so dass Informationen über den Status der Ellbogengelenke einer Hündin/eines Rüden vor der Belegung verfügbar sind. In skandinavischen Ländern, wo solche Zuchtprogramme schon seit vielen Jahren durchgeführt werden, werden Hunde mit Arthrosen am Ellbogengelenk nicht automatisch von der Zucht ausgeschlossen, aber die Züchter nutzen die Möglichkeit, mit den zur Verfügung stehenden Daten, nicht betroffene Hunde in der Zucht zu bevorzugen. Bereits dadurch konnte die Inzidenz von FCP und OCD deutlich herabgesetzt werden.
 

 

 



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