Krankheitsvorsorge & Gesundheitsfürsorge
Durchfall

Als Dobermannbesitzer werden Sie oftmals feststellen, das Ihr Hund sehr schnell an Durchfall "leidet". Es ist eine sogenannte Routinekrankheit, der aber auch höchste Aufmerksamkeit entgegengebracht werden muß. Nun zum Glück aber ist in vielen Fällen dieser Durchfall nichts außergewöhnliches. Durchfall als Folge einer Reizung der Verdauungsorgane läßt sich im allgemeinen sehr schnell und unproblematisch heilen.

Ein speziell bei Rüden auftretendes Problem ist Durchfall in der Läufigkeitszeit. Dies rührt daher, das die Rüden in dieser Zeit, verständlicher Weise, einem sehr hohem Streß ausgesetzt sind. Bei jeder Gelegenheit, die sich Ihrem Dobie-Rüden bietet, wenn Sie z.B. mit Ihrem Hund spazieren gehen, versucht er an Blättern, Gras o.ä. zu lecken. Hierbei nimmt der die Witterung der läufigen Hündin auf und zwangsläufiger Weise auch alles was sich da noch so auf dem Boden befindet. So was kann dann, verständlicher Weise, auch den stärksten Magen reizen und zu Durchfall und in seltenen Fällen auch zu Erbrechen führen. Dieser Durchfall und auch das Erbrechen sind aber nicht weiter schlimm. Hierbei hilft meistenteils immer, wenn Sie bei Ihren Spaziergängen Ihre Aufmerksamkeit noch mehr darauf richten, wo Ihr Dobie die Nase "reinsteckt", die "Leckerchenration" wird auf Null reduziert und füttern Sie Ihrem Hund nur Trockenfutter. Sie werden sehen der Stuhlgang wird sich sehr schnell normalisieren.

Durchfall entsteht auch in sehr vielen Fällen durch ein falsche Ernährung oder untaugliches Futter. In aller Regel sind zuviel Fett, Leber, Milch oder aber auch Gewürze der Auslöser. Füttern Sie nichts vom Tisch, so schwer es auch sein mag, wenn man in diese treuen, dunklen Augen blickt, es ist Gift für den Magen Ihres Dobies. Durchfall kann man vermeiden, indem man nie zuviel Milch, rohes Fleisch, trockene Hundekuchen oder die allseits beliebten Hundleckerchen verfüttert, denn all dies kann die Schleimhaut von Magen und Darm reizen. Den Genesungsprozess kann man durch die Beigabe von Kaolin oder aber auch Stulmisan (ohne Antibiotikum) beschleunigen. Beide Produkte sind ein harmloses weißes Pulver, von welchen die Inhaltsstoffe sehr schnell vom Darm absorbiert werden. Weitere gute Hausmittel sind Pfeilwurz und Heilerde. Alle diese Produkte können Sie Rezeptfrei in jeder Apotheke erhalten.

Kaolin, Heilerde oder Stulmisan wird Ihr Hund allerdings nicht unbedingt freiwillig zu sich nehmen. Die einfachste Methode ist, wenn Sie die entsprechende Menge des Heilmittels (bei Erwachsenen Hunden 2 TL, bei Welpen entsprechend weniger) in ein wenig kaltem Wasser lösen und diese Lösung in eine große Injektionsspritze einfüllen. Halten Sie Ihrem Dobie den Fang mit einer Hand zu, führen die Spritze (ohne Nadel !!!) unter die Leftzen, in die Backentasche und spritzen Sie langsam die Lösung ein. Sehr hilfreich ist es wenn Sie noch eine dritte Hand zur Verfügung haben, die dem Hund den Kehlkopf und den Hals streichelt und somit den Schluckreiz auslöst.

Verwenden Sie Pfeilwurz, lösen Sie einen Löffel des Pulvers in kaltem Wasser und rühren das ganze zu einer geschmeidigen Masse. Setzen Sie dann ca. 500 ml fettarme Milch hinzu und verrühren es gut. Die ganze Masse wird dann wie eine Eierpastete gekocht und kalt verabreicht.

Ist der Durchfall nicht schwer oder lang andauernd, erscheint Ihr Hund nicht kränklich, ist es richtig, wenn Sie seinen Futterplan nicht ändern. Jede Futterumstellung bedeutet zusätzlichen Streß für die Verdauungsorgane Ihres Dobermanns.

Dauert der Durchfall aber an, ist es besser, zu einer einfachen und leicht verdaulichen Fütterung zu wechseln. Hierzu gehören Reispudding, Eierspeise (ungewürzt!), gekochte Maccaroni und Eier, Hüttenkäse, Magerjoghurt, gekochter Fisch oder, Hühnerfleisch. Einige Futtermittelhersteller bieten ebenfalls eine spezielle Hundediätkost an. Diese sollte man aber nur unter ärztlicher Aufsicht verwenden. Man sollte die Flüssigkeitsaufnahme des Hundes nicht einschränken, ihn aber nicht zu viel auf einmal trinken lassen. Die Diätfütterung hält man zwei oder drei Tage bei, ehe man zur Normalfütterung zurückkehrt.

Dauert der Durchfall weiter an, sieht Ihr Hund müde und krank aus, ist lustlos und uninteressiert, leidet er an Appetitlosigkeit, dann ist höchste Aufmerksamkeit geboten. Ist der Durchfall nicht mehr "breiig" sondern wie Wasser, reduziert sich das Körpergewicht Ihres Hundes in einem bedrohlichen Maße, gehört der Durchfall wahrscheinlich nicht mehr in die Kategorie "Routineerkrankung" sondern es könnte eine ernsthafte Erkrankung vorliegen. Suchen sie schnellstmöglich einen Tierarzt auf. Der Hund hat höchstwahrscheinlich eine bakterielle oder gar Virus -Infektion.

Kommt dann auch noch Blut hinzu, mit Ausnahme einer kleinen, äußeren Blutspur am Kotrand - die mit zu starkem Pressen zusammenhängt - könnten es, insbesondere bei Welpen Anzeichen von Parvovirose oder Coronarvirose sein.

Der heutige Futtermittelmarkt bietet eine reichhaltige Palette verschiedenster Futtersorten, welche sehr gut auf die Bedürfnisse Ihres Hundes abgestimmt sind. Genaueste Angaben über Eignung des Futters und Inhaltsstoffe erhalten Sie meißt auf der Futterpackung bzw. bieten alle Futtermittelhersteller Info - Material zu Ihren verschiedenen Produkten kostenlos an. Einen Leitfaden zur Fütterung und den, von Ihrem Dobermann benötigten, Inhaltsstoffen finden Sie auf unseren Seiten unter der Rubrik "ERNÄHRUNG" .

 

 

 



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